„Die Welt ist durch die digitale Technik so klein geworden.“

„Die Welt ist durch die digitale Technik so klein geworden.“

… das hat mein Nachbar Matt heute gesagt. Ich traf ihn zufällig heute Morgen vor dem Haus. Spontan hatte ich das gleiche Empfinden. Ist es nicht so, dass ich nahezu alles über den Bildschirm mir herzaubern kann und irgendwie muss ich nicht mehr raus. Oder?

Ein gutes anderes Beispiel lebt meine Mutti. Sie beschäftigt sich schon in ihrem beachtlichen Alter mit dem Smartphone und sie hat auch ein Tablet. Das eine nutzt sie, um von Menschen über viele Kilometer etwas zu erfahren und in Kontakt zu bleiben. Das andere zum Zeitvertreib. Anfänglich war es schwierig mit dem digitalen Zeugs umzugehen. Sie wollte es nicht und hat heute immer noch Angst, was falsch zu machen. Mir wurde klar, das es die Denkwelt ist und viele unbekannte Wörter. Was meiner Mutti äußerst wichtig ist, ist das Gespräch mit Menschen im direkten Gegenüber. Sie macht fast jeden Tag einen langen Spaziergang und trifft Leute. Oft erzählt sie mir mit wem sie wieder gesprochen hat. Kurze oder lange Gespräche. Sie will den direkten Kontakt und sucht ihn immer wieder. Das hat mir gezeigt, dass die Welt groß ist, wenn wir in ihr leben. Ein schöner Gedanke.

Matt meinte, dass das Empfinden vielleicht nur kommt, weil wir – im Gegensatz zu den Kindern – noch die Zeit bewusst ohne digitale Medien kennen. Da könnte was dran sein.

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