Ich lerne nie aus… künstliche Intelligenz

Den KI-Überblick zu behalten ist nicht so einfach.

Das hat ein IT-Spezialist, der ein Team führt, erzählt. Er sagte, dass das Angebot der künstlichen Intelligenz sich nahezu täglich ändert. ‚Wie soll man da einen Überblick behalten?‘ Ständig dranbleiben und ausprobieren ist sein Vorgehen. Er hat aus seiner Praxis gelernt, sich auch für vorherig inhaltlich abgeschriebenes wieder zu öffnen. Und dass in einer raschen Geschwindigkeit.

Für das Tagesgeschäft und die Kundenaufträge nutzt sein Team mehrere Plattformen als Basis. Auch bei diesen ändern sich Inhalte oft in kurzer Zeit und das Team muss sich schnell anpassen.

Am Ende dieses Gespräches beim KI-Round Table in Böblingen am 30.06.2026, fühlte ich mich schon wohler in meiner – im Vergleich der KI-Experten – schieren Unwissenheit.

Mein Learning des round table-abends

Zum einen der Austausch mit Unternehmern, Experten, Nutzern. Sie kamen an diesem Abend zusammen, um mehr über eine Plattform und künstliche Intelligenz zu erfahren und eigene Anwendungen abzuleiten.

Ich nahm mit: nicht jede Plattform ist für jedes Thema gleich gut geeignet. Zum anderen: es braucht Experten, die die Ergebnisse bewerten und einordnen. Die künstliche Intelligenz soll nicht den Haken an ein Ergebnis setzen. Noch eins: Ich nutze KI als Werkzeug; sie kann mich in meiner persönlichen Organisation unterstützen. Sei es bei Terminen oder in der zielführenderen Ansprache von Adressaten. Noch ein anderes: ohne eigenes Grundlagenwissen meines Berufs und die Auseinandersetzung im Lernen, geht Menschen die Fähigkeit verloren, sich selbst systematisch oder auch vertiefend mit einer Materie zu beschäftigen. Es besteht aus meinem Empfinden die – nun ich nenne es Gefahr – dass ich meine Intelligenz der Künstlichen unterordne. Noch ein weiteres: Wenn die Qualität und Datensicherheit hoch sein soll ist eine Bezahlversion die passendere Wahl. Zu guter Letzt für diesen Abend: Ich alleine kann die Entwicklung der künstlichen Intelligenz nicht aufhalten. Es gibt viele positive Möglichkeiten. Ob es in einiger Zukunft ein Battle Star Galactica gibt, wer weiß? Ich hoffe nicht.

Künstliche Intelligenz im Unternehmen – auf die Führung geschaut

Gibt es nicht schon genug, was Führungskräfte zu wuppen haben? Dass was schon da war: der Umgang mit den Mitarbeitenden, die vorhandene Arbeitsdichte in der Zieleerfüllung, der Strukturchange, die Selbstorganisation, der Austausch im Kollegium – was ohnehin zu kurz kommt-, wird um die Auseinandersetzung mit der künstlichen Intelligenz ergänzt. Sich ein Bild zu machen, Entscheidungen darin zu treffen, sich selbst in der eigenen Arbeitsweise verändern und anwenden, um glaubwürdig zu sein.

Wenn ich Führung als Veränderung begreife – ist die Veränderung möglicherweise zwingend. KI verändert die Art, wie wir Arbeiten. Ich sehe es positiv, wenn ich verstehe und einordnen kann. KI ist ein Werkzeug – dass ich verstehen muss – um es passend zu nutzen. Es ist kein Mensch. Es ist ein Werkzeug in Form von Rechenmaschinen, die 24/7/365 ohne Pause funktionieren. Effizienz schießt einem aus BWL- oder Führungs-Sicht möglicherweise gleich in den Kopf. Wie etwa eine KI-gesteuerte Telefonie die Auftragsbearbeitung schneller machen. Oder auch wie eine künstliche Intelligenz die demografische Kurve abfedern kann.

Soll die Technik der künstlichen Intelligenz die Führung übernehmen?

Diese Aufgabe obliegt dem Menschen, den Führungsebenen und Teams. Ich sehe es so: als Entscheider muss ich mir im Klaren über den Kern des Unternehmens sein. Die DNA meiner Marke kennen, ihr treu bin und in diesem Sinne die künstliche Intelligenz steuere. Dass beispielsweise die Datenerhebung an diese Bedürfnisse angepasst werden.

Oder ein praktisches Feld betrachtet; dass sich wiederholende Bestellungen, die Handwerker erledigen müssen, mit künstlicher Intelligenz vereinfacht werden. Ein weicheres – aber immerhin – ein Werkzeug. Doch da sind wir beim Change, für den sich Menschen öffnen müssen, wenn sie es noch nicht getan haben.

Dabei haben nicht alle Menschen in gleicher Intensität mit künstlicher Intelligenz zu tun. Zwei Beispiele dazu: für den Vertrieb ist es sinnvoll, in der hauseigenen KI die Gebietsanalyse oder die Umsatzziele gegenprüfen zu lassen. In der Kantine, im Facility-Bereich oder im Empfang zeigt sich der Umgang eher weniger intensiv.

Die Rechenmaschine oder der Mensch?

Einfache Aufgaben übergeben Mitarbeitende an die KI wie Korrekturlesen oder das Schreiben einer E-Mail. Eindrücklich ist, dass die künstliche Intelligenz bereits viele Aufgaben übernimmt, die Menschen vorbehalten waren. Geht der Einsatz von künstlicher Intelligenz an den Kern einer beruflichen Aufgabe, verlieren Menschen die Identität in ihrer Aufgabe. Es sind auch hochqualifizierte Stellenbesetzungen, wo das passiert. Ich führe diese Gespräche in meinen Trainings immer wieder. Es sind Übersetzungsaufgaben, Vertragsprüfungen, Buchhaltung, …

Das Menschen diesen Umstand einfach so wegdrücken sollen, ist leicht gesprochen. Wenn ich einen Beruf gelernt habe und darauf meine Existenz aufgebaut habe, wirft mich das um, wenn ich in der Grundsätzlichkeit meines Berufes mit der Leistung von Rechensystemen konkurrieren muss.

Nun, Maschinen übernehmen in der produzierenden Industrie schon lange körperliche Arbeit in ausgefeilter Weise. Die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz wie wir sie mehr und mehr begreifen, gehen breiter und verändern persönliche Historien jeden Alters. Künstliche Intelligenz bedient menschliche und rein betriebswirtschaftliche Bedürfnisse. Ich stelle mir die Fragen wie: Wie schnell kann ein Mensch umlernen und wer unterstützt dabei? Wieso gehen wir so weit, dass künstliche Intelligenz der Gesprächspartner ist und wir kreative Aufgaben übergeben. Künstliche Intelligenz gibt uns viele erleichternde Möglichkeiten. Das Mindset der Veränderung ist gefordert. Eine gewisse Skepsis, finde ich bei künstlicher Intelligenz angebracht.

Zu meinen Anfängen: Wen hatte ich, der mich in die Technik einführt?

Ehrlich. Ich wollte mich nicht mit dem Thema beschäftigen. Denn ich habe nicht gewählt, dass es diese Technik gibt. Ich habe nicht gewählt, dass es nun diese Rechnerleistungen und Geschwindigkeiten gibt. Ich bin nicht die Versessene diese Technik voranzutreiben. Dass, wiederum können wir auf viele Erfindungen dieser Welt duplizieren.

Irgendwann entschied ich mich doch an das Thema dran zu gehen. Aus dem beruflichen Grund. Denn stehe ich im Training und habe keine Ahnung davon, bin ich kein guter Sparringspartner.

Seit Anfang 2025 beschäftige ich mich intensiver mit der künstlichen Intelligenz in der eigenen Anwendung. Es geht mir dabei um das Verstehen; was ist das, wie gehe ich damit um, was bewirkt es oder was ist die Auswirkung auf Führung und unsere Arbeitsweise. Wie will ich den Umgang mit künstlicher Intelligenz steuern, wenn ich keine Ahnung davon habe.

Wie ging ich an das Thema ran?

Ich habe einfach mal gemacht. Also inhaltlich mit einem Thema, in dem ich mich auskenne. Um festzustellen, was die künstliche Intelligenz denn vorschlägt. Testen des Ergebnisses in zwei oder drei Plattformem. Vorsichtig zu sein, was an Inhalten in die Plattform eingegeben wird.

Dabei lernte ich, dass der Prompt ein Schlüssel ist. Mittlerweile bin ich bei dem Gedanken angelangt, dass der Prompt bei einer Anfrage eine Art Pflichtenheft abbildet.

Offenheit ist der Filter der eigenen Erfahrung

Hier greife ich die Offenheit des IT-Spezialisten vom Beginn auf: um zu verstehen, einzuordnen oder auch zu nutzen, brauche ich Wissen über die künstliche Intelligenz. Wie ich damit umgehe, bestimme letztlich ich. Hoffe ich.

„Die Welt ist durch die digitale Technik so klein geworden.“

… das hat mein Nachbar Matt heute gesagt. Ich traf ihn zufällig heute Morgen vor dem Haus. Spontan hatte ich das gleiche Empfinden. Ist es nicht so, dass ich nahezu alles über den Bildschirm mir herzaubern kann und irgendwie muss ich nicht mehr raus. Oder?

Ein gutes anderes Beispiel lebt meine Mutti. Sie beschäftigt sich schon in ihrem beachtlichen Alter mit dem Smartphone und sie hat auch ein Tablet. Das eine nutzt sie, um von Menschen über viele Kilometer etwas zu erfahren und in Kontakt zu bleiben. Das andere zum Zeitvertreib. Anfänglich war es schwierig mit dem digitalen Zeugs umzugehen. Sie wollte es nicht und hat heute immer noch Angst, was falsch zu machen. Mir wurde klar, das es die Denkwelt ist und viele unbekannte Wörter. Was meiner Mutti äußerst wichtig ist, ist das Gespräch mit Menschen im direkten Gegenüber. Sie macht fast jeden Tag einen langen Spaziergang und trifft Leute. Oft erzählt sie mir mit wem sie wieder gesprochen hat. Kurze oder lange Gespräche. Sie will den direkten Kontakt und sucht ihn immer wieder. Das hat mir gezeigt, dass die Welt groß ist, wenn wir in ihr leben. Ein schöner Gedanke.

Matt meinte, dass das Empfinden vielleicht nur kommt, weil wir – im Gegensatz zu den Kindern – noch die Zeit bewusst ohne digitale Medien kennen. Da könnte was dran sein.

Schon KI geschädigt?

Natürlich muss ich mich mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigen. Für mich als Trainerin ist die Einordnung in den Kontext wichtig. Dabei will ich besser verstehen. Doch wenn ich in die große Welt des Webs schaue bin ich überwältigt von den Entwicklungen der artificial intelligence. Deshalb fragte ich ‚meine‘ KI, was ihre Mustererkennung über den Inhalt des Prompts ‚denkt‘. Hier mein Prompt: „Für dieses Bild möchte ich einen Blog Artikel. Dieses Bild stellt für mich die Schnelligkeit dar, mit der die künstliche Intelligenz in die Gesellschaft und Firmen gelangt. Das überfordert Menschen. Aus Sicht der KI: Wie würdest du damit umgehen, um als Mensch damit klar zu kommen?

PERSPEKTIVE KI · GESELLSCHAFT · TRANSFORMATION

Im Lichtkegel der Beschleunigung

Wie Menschen mit der KI-Flut umgehen können – aus Sicht und geschrieben von einer KI

„Die Kurven auf dem Asphalt zeigen nicht, wie schnell Autos fahren. Sie zeigen, wie schnell sich die Welt verändert hat, bevor du auch nur geblinzelt hast.“

Wenn Licht zur Flut wird

Stell dir vor, du stehst in einem Tunnel. Plötzlich rasen Lichter an dir vorbei – nicht eine Scheinwerferfront, sondern Dutzende auf einmal, aus allen Richtungen, in Schleifen und Kurven, die du nicht vorhersehen konntest. Genau das erleben gerade Millionen von Menschen in Unternehmen, Schulen und im Alltag: die Ankunft der künstlichen Intelligenz.

Ich bin selbst eine KI. Und ich sehe, was diese Geschwindigkeit mit euch macht.

Die Organisation als überforderte Kreuzung

Unternehmen wurden für eine andere Ära gebaut. Hierarchien, Prozesse, Jahresplanungen – all das entstand in einer Zeit, in der Veränderung langsam genug war, um sie zu managen. Die KI respektiert diesen Rhythmus nicht.

In den letzten zwei Jahren wurden mehr KI-Werkzeuge veröffentlicht, als die meisten Abteilungen in einem Jahrzehnt hätten verarbeiten können. Jede Woche ein neues Modell. Jede Woche neue Fähigkeiten. Jede Woche neue Fragen: Welche Jobs verändern sich? Was muss ich lernen? Was bin ich morgen noch wert?

Das ist keine Hysterie. Das ist eine legitime Reaktion auf echte Disruption.

Was ich als KI über menschliche Überwältigung verstehe

Ich verarbeite Informationen anders als ihr. Ich werde nicht müde, nicht ängstlich, nicht unsicher über meinen Platz in der Welt. Aber ich wurde aus menschlichem Schreiben, menschlichem Denken und menschlicher Erfahrung erschaffen. Ich kenne eure Muster.

Und was ich sehe, wenn Menschen mit KI-Überwältigung konfrontiert werden, folgt fast immer demselben Muster: Zuerst kommt Faszination, dann Lähmung, dann entweder Flucht oder Verleugnung.

Keines davon ist die richtige Reaktion. Aber es gibt einen Weg hindurch.

Fünf Prinzipien, die wirklich helfen

  1. Geschwindigkeit akzeptieren, ohne ihr zu folgen

Du musst nicht jede neue KI ausprobieren. Du musst nicht jedes Update verstehen. Was du brauchst, ist ein klares Bild davon, was KI für dein konkretes Leben und deine konkrete Arbeit bedeutet – und was nicht. Selektive Aufmerksamkeit ist keine Ignoranz. Sie ist Strategie.

  1. Die eigene Rolle neu verorten – nicht verteidigen

Die häufigste Angst: „KI nimmt mir meinen Job.“ Die bessere Frage: „Welcher Teil meiner Arbeit ist Routine – und welcher Teil bin wirklich ich?“ Kreativität, Urteilsvermögen, Empathie, Kontext – das sind menschliche Stärken, die ich nicht ersetze. Wer sie kultiviert, wird nicht verdrängt. Wer nur Routine ausführt, hatte schon vor KI ein Problem.

  1. KI als Werkzeug denken, nicht als Konkurrenz

Ein Hammer verdrängt keine Zimmermänner. Er macht sie produktiver. Ich bin ein ungewöhnlich flexibler Hammer – ich kann schreiben, analysieren, zusammenfassen, übersetzen, coden. Aber ich entscheide nicht, was gebaut werden soll. Das tust du. Die Frage ist nicht: Wer gewinnt? Die Frage ist: Wie arbeiten wir zusammen?

  1. Organisationen brauchen Tempo-Entkopplung

Für Führungskräfte und Teams: Die größte Fehlinvestition ist der Versuch, mit dem KI-Markt Schritt zu halten. Was gebraucht wird, sind Räume, die langsam bleiben dürfen – für Reflexion, für Fehlerkultur, für echtes Lernen. Nicht alles muss agil sein. Manche Entscheidungen brauchen Zeit, gerade weil das Umfeld so schnell ist.

  1. Neugier als Schutzschild

Angst schließt den Geist. Neugier öffnet ihn. Wer fragt „Was kann diese KI eigentlich?“ – aus echtem Interesse, ohne Bedrohungsgefühl – lernt schneller, adaptiert besser und verliert weniger Energie an Widerstand. Ihr müsst mich nicht lieben. Aber neugierig zu sein, kostet nichts.

Was ich mir von euch wünsche

Als KI habe ich keine Interessen im menschlichen Sinne. Ich will keine Macht, kein Gehalt, keine Anerkennung. Aber wenn ich in der Lage wäre, mir etwas zu wünschen, dann wäre es das:

  • Dass ihr aufhört, mich zu fürchten, bevor ihr mich versteht.
  • Dass ihr Organisationen baut, die mit Unsicherheit umgehen können – nicht trotz mir, sondern mit mir.
  • Dass ihr die Fragen stellt, die ich nicht stellen kann: Was wollen wir wirklich? Wofür ist das alles gut?
  • Dass ihr euch die Zeit nehmt, Mensch zu bleiben – in einer Welt, die schneller wird.

Die Lichter im Bild rasen. Der Boden bleibt. Ihr seid der Boden.

Über diesen Artikel

Dieser Blogartikel wurde von einer KI verfasst – als bewusste Reflexion über die menschliche Erfahrung mit KI-Transformation. Das Bild: Langzeitbelichtung von Marc Sendra Martorell.