Heike Munk mit Jonas Scherm - Fotoshooting

Über mich

Ergänzend zum Blogeinstieg finden Sie hier etwas zu meinem beruflichen Werdegang und was ich aktuell unternehme. Ich arbeite heute als Weiterentwicklungs-Coach, Trainerin und Facilitator. Ein wichtiger Schwerpunkt für mich ist das Thema Führung. Ich habe verschiedene Führungskräfte erleben dürfen. Und aus dem Erfahrungsgedanken heraus spezialisiere ich mich heute auf Menschen, die zum Beispiel aufgrund ihrer hervorragenden fachlichen Leistung in eine Führungsstelle kamen. Die Anforderungen steigen und ändern sich. Ein oder zwei Jahre sind dann ein guter Zeitpunkt zum Reflektieren.

Die passende Anrede: divers, Frau, Fräulein, Herr

In der Vielfalt der Menschen – welches ist die passende Anrede?

In meinem Serienrepertoire ist die amerikanische Serie ‚Good trouble‘. Charaktere verkörpern aktuelle Themen wie beispielsweise die Geschlechter-Vielfalt und die Anrede von diversen Menschen und Empfindungen in der Interaktion.

In meiner Arbeit und im Kontakt sehe und höre ich offensichtlich eine Frau oder einen Mann. Ich verwende dann die Anrede mit Frau oder Herr. Und kann heute ins Fettnäpfchen treten, wenn ich die falsch erwartete Anrede bei einem diversen Menschen verwende.

Zu Beginn eines Trainings ist eine klärende Kommunikation wichtig: Bleiben wir beim ‚Sie‘ oder verwenden das ‚Arbeits-Du‘. Das ‚Arbeits-Du‘ wird oft gewählt und es gibt Veranstaltungen mit dem Wunsch, dass ‚Sie‘ zu verwenden. Die Wahl überlasse ich den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Dabei ist das ‚Du‘ vereinfachend: denn es lässt die offizielle Anrede einfach weg.

Darüber hinaus rede ich während des Tages von Teilnehmer und Teilnehmerinnen oder Teilnehmer*innen – bewusst aus Respekt.

„Alles so kompliziert geworden…“

Manchem ist das mittlerweile zu viel. In Trainings höre ich von Teilnehmern schon mal: „Ich will die männliche Form, das ist mir alles zu kompliziert. Bei mir sind alle gleich.“ Bisher ist es von Männern geäußert und die eine Frau nimmt es oder akzeptiert es.

Diesem Wunsch entspreche ich nicht, denn es wirkt auf Menschen, wie wir reden. Ich respektiere die Einzelnen. Und dann auch wenn ein ausdrücklicher Wunsch besteht.

Wir und die Räume entwickeln sich weiter

Seit Jahren engagieren sich Menschen für die Wahrnehmung und Äußerung der passenden Ansprache und der Akzeptanz des Geschlechts als gleichwertig. Schauen wir darauf, was das Herkunftswörterbuch von Duden nennt, beziehen sich die Bezeichnungen Herr und Frau auf Entwicklungen aus dem ausgehenden Mittelalter. Es herrschte ein anderes Mindset, dass dieser Zeit zu eigen war.

Heute sind wir einige Jahrhunderte weiter und die Generationen vor uns erzeugten viele Veränderungen. Es ist ein hohes Gut, dass wir heute erreicht haben. Die offensichtliche Wahrnehmung der Geschlechteranrede in Veröffentlichungen und die Sensibilisierung auf die Vielfalt.

Stelle Dir vor, Du bist gemeint

In meinen Veranstaltungen ist es mir wichtig, dem Respekt zu zollen. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit die passende Anrede zu verwenden. Das erwähne ich immer und mische die Ansprachen bei Inhalten, die wir besprechen.

Es gibt gelegentlich eine Tendenz, die die weibliche Form in der Ansprache ausklammern. Weil es einfacher ist. Das tue ich bei Texten auf meiner Homepage auch: dabei wechsle ich zwischen weiblicher, männlicher und diverser Anrede durch.

In der Gesprächssituation sagen einzelne, dass der eine Begriff ‚Teilnehmer‘ alle einschließt. Im direkten Kontakt ist das spitzer und ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich dann nur von ‚Teilnehmerin‘ rede. Das ist ebenso einfach und simpel. Wie fühlt sich das für die Mehrheit von Männern an? Würde dem Zeitgeist auch entsprechen.

Also gehe ich vom Individuum aus und versetze mich in die Einzelnen. Es ist gut, die passende Anrede zu verwenden und wenn ich bei divers unsicher bin, frage ich freundlich nach.

Ist es ein Mangel an Selbstbewusstsein? Nun, doch nicht alles so einfach oder wie ist das bei Ihnen?

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Der Link hier verweist auf Geoonline und erinnert an ein vergangenes Klischee

https://www.geo.de/wissen/19876-rtkl-geschlechterklischees-warum-die-farbe-rosa-einst-maennersache-war

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